Einleitung
Modulare Metalldächer wie das FEDURA Dachsystem gewinnen im Dachdeckerhandwerk zunehmend an Bedeutung. Gründe dafür sind die hohe Montagegeschwindigkeit, die robuste Materialqualität und die einfache Handhabung der einzelnen Module. Entscheidend für ein dauerhaft dichtes und optisch perfektes Dach ist jedoch die korrekte Verlegereihenfolge.
In diesem Fachbeitrag erhältst du eine klare, praxisorientierte Anleitung, wie ein modulares Metalldach strukturiert aufgebaut wird.
1. Vorbereitung: Dachrinne und Traufbereich
Bevor die eigentliche Montage der Module beginnt, wird der Traufbereich vollständig vorbereitet. Dies sorgt dafür, dass Regenwasser korrekt abgeführt wird und die Module später exakt ausgerichtet aufliegen.
1.1 Start mit der Dachrinne
Bei modularen FEDURA-Dachsystemen beginnt der Aufbau üblicherweise an der Dachrinne.
Dies bildet den unteren Abschluss des Dachs und erleichtert später die Positionierung der Traufbleche.
2. Unteres Traufblech
Das untere Traufblech wird als erstes montiert.
Wichtig ist, dass es so gesetzt wird, dass das Wasser zuverlässig in die Dachrinne geführt wird.
- Die Einschubtiefe in die Rinne kann leicht variieren, abhängig von der Dachneigung.
- Eine starre Vorgabe gibt es nicht – entscheidend ist die sichere Wasserführung.
3. Rinnenhalter
Im nächsten Schritt folgen die Rinnenhalter.
Sie sorgen für die stabile Positionierung der Dachrinne über die gesamte Trauflänge hinweg.
Der Montagereihenfolge nach liegt das untere Traufblech bereits, sodass der Halter sauber darauf abgestimmt montiert werden kann.
4. Oberes Traufblech
Das obere Traufblech wird über dem unteren montiert und bildet die zweite Abdichtungsebene.
Dieses Bauteil sorgt dafür, dass Wind und Wasser nicht unter die Module gelangen können.
Es deckt den Übergang sauber ab und wirkt später als optisch verdeckter Abschluss.
5. Lüftungsprofil / Lüftungsleiste
Das Lüftungsprofil ist ein entscheidender Schritt in der Verlegereihenfolge.
Warum ist das Lüftungsprofil so wichtig?
- sorgt für normgerechte Hinterlüftung des Dachs
- verhindert das Eindringen von Vögeln, Insekten und Schmutz
- erfüllt den erforderlichen Lüftungsquerschnitt von 200 cm²/lfdm
- entspricht DIN 4108-3:1996
Das Profil wird exakt an der Traufe montiert und verbindet sich formschlüssig mit der Wellengeometrie der Modulbleche.
6. Untere Ortgangbleche
Die unteren Ortgänge definieren den seitlichen Abschluss des Dachs.
Sie werden vor den Dachmodulen gesetzt, damit die Dachmodule sauber anliegen und korrekt ineinander greifen können.
FEDURA bietet hier links- und rechtsseitige Varianten an.
7. Verlegung der Module
Jetzt beginnt der Hauptteil der Montage. Das Setzen der Dachmodule.
Verlegeprinzip
- Dachmodule werden ineinander verhakt
- anschließend untereinander verschraubt
- danach mit Farmerschrauben in die Lattung montiert
Die äußersten Module erhalten mehr Verschraubungspunkte, um Windsog belastbar abzuleiten.
Reihenfolge der Module
Die exakte Verlegerichtung hängt vom Dachtyp ab (z. B. das Dachmodul Luna von links nach rechts oder rechts nach links).
Wichtig ist, dass die Module Schicht für Schicht nach oben verlegt werden, wobei jede neue Reihe exakt mit der vorherigen verriegelt wird.
8. Obere Ortgangbleche
Nachdem die Dachmodule bis zum oberen Rand gesetzt wurden, folgen die oberen Ortgangbleche.
Sie überdecken die Seiten vollständig und schützen die Kanten vor Wind, Regen und UV-Einstrahlung.
9. Firstmontage
Der First bildet den oberen Abschluss des modularen Metalldachs.
Reihenfolge
- Hinterlüftungsprofil am First
- Firstblech auflegen
- Firstdeckel einsetzen
- sauber verschrauben
Es gibt unterschiedliche Firsttypen (z. B. gerade oder schräg) abhängig vom Dachtyp – eine Mischmontage ist nicht möglich.
10. Dachrinne & Rinnenböden zum Abschluss
Zum Abschluss werden die restlichen Komponenten montiert:
- Dachrinne einhängen
- Rinnenverbinder setzen
- Rinnenböden anbringen
Damit ist die gesamte Dachkonstruktion wasserführend komplett.
Fazit
Die Verlegereihenfolge eines modularen Metalldachs folgt einer klaren, logischen Struktur: von der Traufe systematisch nach oben. Wer die Reihenfolge korrekt einhält, profitiert von:
- maximaler Dichtigkeit
- schneller Montage
- hoher optischer Präzision
- normgerechter Hinterlüftung
Dieser Ablauf gilt für alle modularen Metalldachsysteme von FEDURA wie Astra, Diadem, Luna, Stella oder Vega.
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